CDU Stadtverband Oberkochen
 
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08.02.2015 - Foto: Thomas Siedler, Text: Gerhard Krehlik Aalener Nachrichten Übersicht | Drucken

Ein Wolf kurz vor dem Sprung

Einer seiner letzten Termine als Landtagspräsident führte Guido Wolf nach Oberkochen

Landtagspräsident Guido Wolf (CDU) ist am Donnerstagabend zu Gast bei der Oberkochener CDU gewesen. Anlass war das Gedenken an den 70. Todestag des vormaligen württembergischen Staatspräsidenten Eugen Bolz und die damit verbundene Enthüllung einer vom Kunstgießer Alfred Neukamm geschaffenen Gedenktafel auf dem Eugen-Bolz-Platz vor dem Rathaus.

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Bei der Enthüllung des Eugen-Bolz-Denkmals in Oberkochen gratulierte Guido Wolf (Dritter von links) dem Kunstgießer Alfred Neukamm (links) zu seinem Werk. Zweiter von links Georg Brunnhuber, rechts Martin Balle.
Foto: Thomas Siedler, Text: Gerhard Krehlik Aalener Nachrichten -

An der feierlichen Enthüllung der Tafel nahmen gut 50 Oberkochener Bürger sowie Vertreter der Stadt und des Gemeinderates teil. Die Oberkochener Stadtkapelle unter der Leitung von Raimund Burr intonierte dabei die Nationalhymne. Zuvor hatte sich Guido Wolf in das Goldene Buch der Stadt Oberkochen eingetragen. Bürgermeister Peter Traub bedauerte dabei, dass Guido Wolf von der Schönheit von Oberkochen angesichts der bereits herrschenden Dunkelheit nicht mehr viel mitbekomme. Dieser versprach, das nächste Mal bei Tageslicht zu kommen, und CDU Vorsitzender Martin Balle fügte an: „Womöglich gar als Ministerpräsident“.

Der Besuch in Oberkochen, so Guido Wolf, sei einer seiner letzten Termine als Landtagspräsident. Wenn alles nach Plan läuft, wird er bekanntlich am Wochenende beim Landesparteitag der CDU in Ulm zum Spitzenkandidat der CDU für die Landtagswahl in gut einem Jahr gekürt. In diesem Fall werde er, so Wolf, am Montag als Landtagspräsident zurücktreten und sich einige Tage später zum Vorsitzenden der CDU-Fraktion im Landtag wählen lassen.

Zur Gedenkveranstaltung zum 70. Todestag von Eugen Bolz fanden sich anschließend knapp 100 Besucher im Bürgersaal des Rathauses ein. Georg Brunnhuber erfüllte es in seinem Grußwort mit Stolz, dass die Erinnerung an Eugen Bolz in Oberkochen nach wie vor gepflegt wird. Schließlich war die Zentrumspartei, der „Vorgänger“ der CDU, während der Weimarer Republik traditionell die stärkste politische Kraft in Oberkochen und erzielte bei den letzten, nur noch bedingt freien Wahlen im März 1933 rund 56 Prozent der Stimmen.

Guido Wolf erinnerte in seiner Gedenkrede an Eugen Bolz, der zum einen als Abgeordneter den heutigen Ostalbkreis samt weiterer angrenzender Gebiete im Berliner Reichstag vertrat und der zum anderen seit 1928 Staatspräsident von Württemberg war. Auch wenn Eugen Bolz letztendlich an Hitler und der Gewaltherrschaft der Nazis gescheitert sei – er wurde im Juni 1933 aus dem Amt gejagt und am 23. Januar 1945 wegen seiner Kontakte zum NS-Widerstand um Karl-Friedrich Goerdeler in Berlin-Plötzensee hingerichtet – so habe Eugen Bolz für die nachfolgenden Generationen ein Beispiel für Mut, für Standhaftigkeit und aufrichtiger Gewissenhaftigkeit gegeben. Diesen Weg des Widerstandes gegen Menschen, die Recht und Gesetz mit Füßen traten, sei Eugen Bolz bis zur letzten Konsequenz gegangen, so Guido Wolf.

CDU-Stadtverbandsvorsitzender Martin Balle dankte dem Landtagspräsidenten für seine eindrucksvolle und berührende Rede.





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