CDU-GEDENKFEIER

Tag der Deutschen Einheit

06.10.2021, 15:21 Uhr

 



Freiheit und Demokratie immer
 neu erkämpfen
Bei der Veranstaltung an der CDU-Eiche im Langen Teich warb  Dr. Inge Gräßle für Verantwortung und den Erhalt der Freiheit  Von Lothar Schell

Oberkochen  Die CDU-Eiche sei Symbolik für Einsatz und Verantwortung fürs deutsche Vaterland sowie Synonym für Demokratie und Rechtsstaat, eröffnete Stadtverbandsvorsitzender Martin Balle die  Gedenkfeier. Der Fall der Mauer und die Wiedervereinigung hätten eine  neue Zeitrechnung eröffnet. Einheit sei kein  Selbstläufer, sondern vielmehr Dauerverpflichtung für die Zukunft, erklärte Balle. Die CDU habe unermüdlich dafür gekämpft und sie werde dies weiter mit Nachdruck tun. Demokratie und Wohlstand mit Klimaschutz zu verknüpfen, stehe mehr denn je auf der  Agenda der CDU. Deutschland als geachtetes Mitglied in der Europäischen Union müsse Kompass sein für die Orientierung im Weltgeschehen.

„Der 3. Oktober ist auch ein Tag der Zukunft“-Dr. Inge Gräßle

„Gut, dass die CDU in Oberkochen nicht wie viele andere das Gedenken an die deutsche Wiedervereinigung vergessen hat“, eröffnete Dr. Inge Gräßle ihre Festrede. Man dürfe den 3. Oktober nicht zum Tag des Vergessens machen. „Der 3. Oktober ist auch ein Tag der Zukunft“, fügte Gräßle hinzu. Die CDU müsse fortan und verstärkt Meinungsbilder sein, auch für die Bedeutung des Erhalts der Freiheit. Jeder müsse sich die Frage stellen: „Wie wichtig ist noch die Freiheit?“ Das halbe Leben spiele sich in den sozialen Medien ab. Die CDU sei gefordert, mehr mit den Leuten zu reden. China sei ein „neuer Spieler in der Welt.“ Die Frage sei, wie man mit China umgehe. Dies habe zu Verwerfungen mit den USA  und auch bei europäischen Nachbarn geführt. Auf keinen Fall dürften Deutschland und die Freiheit unter einem chinesischen Wirtschaftssystem gekappt werden. Es gehe letztlich um die Frage, was Freiheit sei und ob man bereit sei, Freiheit einzuschränken. Deutschland stehe nach der Wahl vor einer Systemauseinandersetzung.  Gräßle warnte vor einer „Service-Mentalität‘“. Ohne Verantwortung zu übernehmen gebe es keine Freiheit. „Der CDU traue ich mehr zu, als sich mit Personalfragen zu beschäftigen“, blickte Gräßle auf die Bundestagswahl zurück. Ihr Schlusswort: „Die CDU ist fortan ein unentbehrlicher Pfeifler der Parteien-Architektur.“