DEMOKRATIE BRAUCHT JEDER(N)

06.10.2020

Vor 30 Jahren pflanzte der CDU-Stadtverband Oberkochen zu Ehren der Wiedervereinigung eine junge Eiche. Am Tag der Deutschen Einheit 2020 beging man dort, wie alle Jahre zuvor, nun anlässlich des 30-jährigen Jubiläums, einen besonderen Festakt.



Diese Pflanzung war getragen von einer weisen Voraussicht. Sie ist ein lebendiges Zeichen, dass das, was wachsen und Früchte tragen soll Zeit, Hoffnung und Pflege notwendig machen. 

Die vor 3 Jahrzehnten gesetzte Eiche steht heute ebenso stark da, wie die  Einheit. Sie ist auch ein „Gedenkort“ dafür, dass das, was viele Jahrzehnte lang als unüberwindbar galt, mit Mut, Kraft, Ausdauer, Überzeugung und Menschlichkeit zu jeder Zeit überwunden werden kann, so Stadtverbandschef Martin Balle bei seiner Eröffnungsrede.
 

Ohne die starken Persönlichkeiten, allen voran der Kanzler der Einheit Helmut Kohl, Michael Gorbatschow und G. Bush sen. wäre das erst gar nicht möglich gewesen, waren sich beide Festredner MdB Roderich Kiesewetter und Thomas Strobl, Innenminister des Landes Baden-Württemberg (der via Video-Botschaft sprach), einig. Zudem unterstrichen sie, dass die Überwindung von Krieg und Trennung, die wiedergewonnene Einigkeit und die damit verbundene gesamtdeutsche lebendige Demokratie kein Selbstläufer, sondern vielmehr als ein stetiger Prozess anzusehen ist, der nachhaltig gelebt und vorgelebt werden muss. Das gilt für die ostdeutschen und westdeutschen Länder, sowie deren Bürgerinnen und Bürger gleichermaßen. Denn Demokratie geht jeden an. Wer sich für die Demokratie auf der Basis der Rechtstaatlichkeit einsetze und stark mache, der werde sie, bzw. könne sie so auch erleben, so ein weiterer Gedanke. 

Wenn wir heute in die Welt blicken, auch in Länder, die zu unseren Freunden zählen, müssen wir leider erkennen, dass bisher scheinbar starke Demokratien und deren sozialer Frieden leicht verspielt werden können. Wer die demokratischen Grundprinzipien allzu selbstverständlich nimmt und dabei das Prinzip „Freiheit in Verantwortung“ durchkreuzt, läuft Gefahr, dass gesellschaftlicher Zusammenhalt unter die Räder von Egoismus und Egozentrik zu drohen gerät, so das Verständnis aller Gäste und Beteiligten des Festaktes im Langen Teich. Die Idee und Grundüberzeugungen der Demokratie waren die wesentliche Botschaft dieser Veranstaltung.

Einigkeit und Recht und Freiheit sind Kompass und Verpflichtung zugleich. Sie sind die Grundmauern, die unsere Demokratie erst lebendig und erlebbar machen. Und so schloss der Festakt mit der Nationalhymne, die das im Text musikalisch vorführt - gekonnt begleitet von Valentin Hausmann. 

Der Vorstand
des CDU-Stadtverbandes Oberkochen